Rückblick Bundeskonferenz 2016 - „Damit auch in Deutschland was geht …“ Ausrichtung für die kommenden Jahre

Gemeinde stärken, Gemeinde gründen, missionarisch-evangelistische Gesinnung – diese drei Visionsbereiche des BFP standen im Fokus des zweiten Gottesdienstes am Dienstagvormittag.

Gemeinden stärken

Pastor Gerhard Kirschenmann, Mitglied im Vorstand des BFP und in der Gemeindeberatung, sowie Pastor Andreas Sommer (FCBremen), ebenfalls BFP-Vorstandsmitglied, stellten vier von insgesamt sieben Schwerpunkten vor.

■ 1. Gemeinden sollten ihren biblischen Auftrag im Blick behalten und sich immer wieder fragen: „Ist unsere Arbeit noch fruchtbar oder doch eher bedürfnisorientiert?“ Um einer gewissen Betriebsblindheit vorzubeugen, sei es ratsam, Hilfe und Rat von außen in Anspruch zu nehmen. Sehr gute Instrumente seien dafür „church basics international“ und die Ausarbeitung des Präsidiums „Kriterien einer gesunden Gemeinde“.

■ 2. Die Zusammenarbeit von Gemeinden soll gestärkt werden. Viele kleine Gemeinden seien überfordert und könnten einfach nicht alles anbieten, was gebraucht würde. Durch eine verstärkte Vernetzung und Kooperation mit größeren Gemeinden könnte hier viel verbessert werden. Bedauernswert sei, dass es auf diesem Gebiet immer noch Barrieren gibt. Aufbauend auf der bereits vorhandenen Ausarbeitung „Netzwerk Gemeinden“ soll weitergearbeitet werden.

■ 3. Zur Konfliktbewältigung in den Gemeinden sollte eine externe Begleitung etwas Normales sein. Dafür will man weiterhin und verstärkt Berater aus- und weiterbilden.

■ 4. Das apostolische Format soll wiederentdeckt, von Gott begabte Männer und Frauen erkannt und platziert werden. Wo in der Vergangenheit der Schwerpunkt vor allem auf der Ausbildung guter Lehrer und dem Hirtendienst lag, brauche es heute verstärkt die ergänzende Dienstgabe von Aposteln. Dieser Dienst solle aber kein erhöhtes Amtsverständnis bringen, sondern mit einer Haltung des Dienens und der geistlichen Vaterschaft gelebt werden, führte Andreas Sommer aus.

Gemeinden gründen

Die Pastoren Friedhelm Holthuis (CG Wuppertal) und Jürgen Eisen (Equippers Berlin, Leiter für Gemeindegründung im BFP) gaben das Motto für die nächsten Jahre bekannt. »Start up church« heißt die Aktion, durch die das erklärte Ziel von insgesamt 1000 Gemeinden im Bund bis 2025 verwirklicht werden soll. 160 Gemeinden fehlen noch. Gemeindegründung müsse ein gemeinsames Ziel aller sein. Dafür müsse in Gemeindegründer investiert und ausreichend Finanzen freigesetzt werden.

Missionarische Gesinnung

Pastor Bernd Scheven (Vorsitzender des Ecclesia Gemeindeverbandes, BFP-Vorstandsmitglied, Pastor in Solingen-Ohligs) und Pastor Werner Nachtigal (Evangelist und Gründer vom »Global Outreach Day«) warben für eine verstärkte Entwicklung im Bereich der Evangelisation. Dafür gebe es eine Menge Unterstützung, die man auf der BFP-Internetseite abrufen könne.

Mit drei Statements warb Werner Nachtigal für stärkere evangelistische Aktivitäten:

1. Man müsse nicht warten, man könne einfach loslegen, ermutigte er; Kreuz, Auferstehung, Ausgießung des Heiligen Geistes – alles sei schon geschehen.

2. Da der Auftrag nur gemeinsam zu schaffen sei, sollte der „Krieg“ zwischen Pastoren und Evangelisten beigelegt werden.

3. Gott braucht keine Stars, jeder Christ sei in der Lage, das Evangelium zu verkünden. „Da geht was im Land.“ »Global Outreach Day« spreche hier eine deutliche Sprache. Begeistert stellt er eine Aktion in Nordrhein-Westfalen vor, bei der schon einige Millionen Haushalte mit einer evangelistischen Zeitschrift beschenkt wurden. Gemeinden sollten sich trainieren und unterstützen lassen. Ziel sei aber keine kurzfristige Aktion, sondern, dass in Deutschland das Evangelium auf der Straße verkündet werde. ❚

Jutta Dünnebier

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