Rückblick Bundeskonferenz 2016 - Arbeitskreis Seelsorge im BFP: Seelsorge und Gemeindeentwicklung

Zum Auftakt der Bundeskonferenz gab es diesmal auch eine Vorkonferenz vom BFP-Arbeitskreis Seelsorge. Das Team mit den Pastoren Dietmar Schwabe und Paul Liedtke hatte dazu zwei kompetente Referenten eingeladen: Winfried Hahn, Pastor und Pädagoge sowie Joachim Kristahn, Diplom-Psychologe und Mitglied im Ignis-Vorstand.

Wie Seelsorge das Wachstum der Gemeinde stärken kann

Winfried Hahn ließ zu Anfang seine Zuhörer teilhaben an seinen Erfahrungen mit den Anfängen in Gemeindebau und Gemeindewachstum. Anfangs hatte er die Leitung einer kleinen Gemeinde mit wenigen, zum großen Teil älteren Gemeindemitgliedern. Sie organisierten zu dieser Zeit immer wieder große, attraktive Veranstaltungen, zeigten Filme und versuchten, für ihre Gemeinde und den Glauben an Jesus Christus zu werben.

Als sich nach zwei Jahren immer noch kein Mensch bekehrt hatte, führte das zu einer Krise. Die Geschwister beteten und suchten Gott. In dieser Zeit kamen sie neu zu der Erkenntnis, dass das Reich Gottes da ist, wo wir sind. Reich Gottes ist nicht machbar, sondern empfangbar. Christus muss in uns Raum gewinnen, „Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit!“ Das ist kein Prinzip, sondern eine Lebensweise.

Im weiteren Verlauf gab er einen Überblick über verschiedene Aspekte der Seelsorge in der Gemeinde. Es gibt „Alltagsseelsorge“, die durch den Umgang miteinander, durch Gemeinschaft, Freundschaften, Hauskreise, etc. geschieht. Des Weiteren die pastorale Seelsorge durch die Gemeindeleitung, wozu Gebet und Begleitung bei schwerer Krankheit oder Lebenskrisen und Korrektur bei Sünde gehören. Ein Pastor sollte immer auch ein Hirte sein. Die begleitende Seelsorge kann von einem Seelsorgeteam übernommen werden. Und in manchen Fällen muss man fachliche Beratung hinzuziehen.

Winfried Hahn wies auch auf Blockaden für Seelsorge und auf Reifungsprozesse durch Krisenbewältigung hin. Manchmal brauchen wir für den anderen einen stellvertretenden Glauben. Und immer wieder sind wir von der Gnade abhängig.

Umgang mit Christen, die gemeindedistanziert (geworden) sind

Joachim Kristahn ging auf einen anderen Aspekt der Seelsorge in der Gemeinde ein. Auf Menschen, die in der Gemeinde sind, oder waren, die sich aber entfernen oder entfernt haben. Es gibt viele Gründe, gemeindedistanziert zu sein, z.B. die Musik, die nicht gefällt, die Lehre, hinter der man innerlich nicht mehr steht, Verletzungen, etc.. Nicht nur unsere Worte – jedes Verhalten ist Kommunikation. „Das machen die nicht einfach so“.

Ein Christ, der sich aus der Mitarbeit herauszieht, immer seltener kommt, gar nicht mehr kommt oder seinen Zehnten nicht mehr gibt, hat ein Problem. Er braucht Hilfe, Beratung oder eine Predigt. Welche Kommunikationsstrukturen haben wir, damit jemand seine Bedürfnisse rechtzeitig äußern kann?

Wir sollten positiv an die Problematik herangehen und versuchen zu verstehen. Das bedeutet, das gemeindedistanzierte Verhalten nicht persönlich zu nehmen, sich nicht abgelehnt zu fühlen, Dinge anzusprechen und nicht zu ignorieren. Man kann sich selbst zwei Fragen stellen und diese auch im Gebet an Gott richten:

–      Was könnte die Botschaft des anderen sein?

–      Was könnte die Botschaft an das „System“ sein?

Die Thematik wurde im Plenum diskutiert und verschiedene Statements und Erfahrungen von den Zuhörern weitergegeben. Zum Abschluss konnte jeder mit einer persönlichen Gebetsübung die Thematik vertiefen und konkret für gemeindedistanzierte Menschen aus seiner Gemeinde zum Herrn kommen.

Christl Bauer

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