Regionaler Frauentag der Region Weser-Ems

Regionaler Frauentag der Region Weser-Ems: „Welche Rolle spiele ich?“

Passend zu diesem Thema wurde der Tag in Leer/Ostfriesland mit Raphaela Berger eingeleitet durch ein Anspiel der Geschichte von „Punchinello“, der den Glauben an sich selbst verlor, weil er von den anderen nur Punkte anstatt Sternchen bekam. Bis er Eli (Jesus) kennen lernte, was sein Leben drastisch veränderte. Das spiegelt das gesellschaftliche Leben wider: Wir werden meist nach Leistung bewertet.

Raphaela Berger, Leiterin der südbayerischen regionalen BFP-Frauenarbeit, stellte uns die ganze Bandbreite des Themas „Rolle“ dar. Sie begann mit Mefi-Bosched, dem Enkel Sauls, den David trotz seiner Behinderung an den Königshof holte und damit hervorhob, dass Gott niemanden vergisst.

Sensibel vermittelte unsere Referentin anhand der Geschichten von Josef, Mose (40 Jahre Pharaonenpalast und 40 Jahre Wüste) und David (als ungeliebter Sohn und Hirte kam er in Sauls „Schule“, um ein Regieren nach Gottes Willen zu lernen): Gott beruft nicht Fähige, sondern er befähigt Berufene.

Die Wichtigkeit, im Kleinen treu zu  sein und Glauben zu  leben, erklärte Raphaela am Beispiel vom Hauptmann Naeman und seinem jüdischen Sklavenmädchen. Dem Mädchen wurde alles genommen – Familie, Heimat, Freunde – aber es brachte so viel Feindesliebe auf, ihrem an Aussatz erkrankten Herrn von ihrem Gott und dem Propheten zu erzählen, durch den er geheilt werden konnte. Es wurde verdeutlicht, dass Gott mit jedem Menschen einen Plan hat, der Teufel uns aber ebenso für seine Pläne benutzen will.

Den Nachmittag eröffnete Raphaela Berger damit, dass sie darüber sprach, wie wir die auf uns eindringenden Stimmen unterscheiden und Glauben leben können. An Hiob verdeutlichte sie, dass Sorgen gefährlich werden können („Das, was ich befürchtete, traf ein, und wovor mir graute, kam über mich“.), im Gegensatz dazu Jochebed, die ihr Liebstes im Glauben losließ, um es zu retten und ihren Sohn prompt zurück erhielt und ihn so fürs Leben prägen konnte.

Anhand vieler Lebenserfahrungen zeigte Raphaela Berger auf, dass wir gegen geistliche Mächte kämpfen und als Christen nur eine aktive Waffe haben: Gottes Wort! Dazu müssen wir es kennen, um es einsetzen zu können. Darin liegt Abwehr, Schutz, Heilung und Segen. Ferner wurden wir Frauen aufgefordert zu beten, anstatt zu jammern und Sorgen auszusprechen, denn was im Mittelpunkt unseres Denkens steht, ist unser Götze (Beispiel Gideon). Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit – ein gutes Parameter, um uns selbst zu prüfen, ob wir der richtigen Stimme glauben. Viele praktische Dinge wurden  geschildert, die uns Lebenslügen aufzeigen und gleichzeitig wurden konkrete Lösungswege angeboten.

Ein sehr bewegender, tiefgreifender und befreiender Tag mit einer begnadeten Sprecherin!  Die rund 40 Teilnehmerinnen waren allesamt begeistert und gaben sehr positives Feedback.

Cornelia Dirks

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